BRIGITTE Backstagetour

Hallo Welt,

vor einigen Wochen feierte die Brigitte Zeitschrift ihren 60. Geburtstag.
Wow, dachte ich !
Schon 60 Jahre gibt es diese Zeitschrift ?
Als ich so darüber nachdachte, fiel mir auf, das mich die Brigitte seit
meiner frühsten Kindheit begleitet.
Fast war Sie für mich wie eine Tante, dafür zuständig,
meiner Mutter stets die neuesten Trends zuzuflüstern -
von denen natürlich auch ich dann wieder profitierte.
Meine Mutter (gelernte Dekorateurin) bestätigte mir in einem Telefonat,
dass die Brigitte damal nicht irgendeinen Trend zeigte, sondern den Trend
der Saison. Die Brigitte war ihre Bibel.
Und was in der Bibel gezeigt wurde, musste umgesetzt werden,
denn das war bedingungslos angesagt. Zu dieser Zeit gab es natürlich auch noch
nicht so viele Einrichtungszeitschriften wie heute, kein Internet und keine Blogs.
Die Brigitte war immer up to date.
Unser Weihnachtsbaum sah häufig so aus, als wenn er für ein Fotoshooting
zurecht gemacht worden wäre.
Ich kann mich an kein Weihnachten erinnern,
bei dem ich nicht schon Tage vorher mit Geschenken (leere Kartons,
die nur für diesen Anlaß verpackt, geschmückt und dekoriert wurden)
vor den Baum gesetzt wurde, um fotografiert zu werden.
Meine Mutter vertrat die Meinung, am echten heiligen Abend
gehe alles viel zu schnell vorbei:
Die Geschenke werden aufgerissen und alles sehe sofort stillos aus und
das wiederum mache sich nicht gut im Fotoalbum.
Meine Mama war halt mit Leib und Seele Perfektionist.
Hätte es damals Internet gegeben, sie hätte sicher einen der ersten
Interieurblogs gehabt.
Dies bedeutet natürlich auch, dass ich als Kind in einer Welt aus Selbstgenähtem,
Gestricktem und Dekoriertem aus eben dieser Zeitschrift aufwuchs.
Graziellastoffe zierten mein ganzes Zimmer und meine Bekleidung.
Meine Stofftiere waren hausgemacht und oft nähte meine Mutter auch
die Oberteile für uns beide ganz gleich.
Partnerlook war wohl auch ein Trend.

Über all die Jahre bewahrte meine Mutter ihre alten Brigitte Zeitschriften auf.
Bis vor ungefähr 10 Jahren ein Wasserschaden im Keller alles vernichtete.
Was würde ich dafür geben, diese Zeitschriften wieder zu bekommen.

Soviel mal dazu, warum ich gerade zu dieser Zeitschrift eine so intensive
Verbindung habe.
In der Jubiläumsausgabe konnte man sich registrieren lassen,
um am 21.Juli 2014 der Brigitteredaktion an den Landungsbrücken einen
Besuch abzustatten.
Ich bekam eine Bestätigung für dieses Event.
Ich war glücklich, vor allem, weil ich noch eine Begleitperson mitnehmen
durfte. Fräulein Hamburg und ich machten daraus eine tolle
Mutter-Tochter-Aktion.


Das Wetter war zwar nicht so toll, aber auch mit verwehten Haaren
und leicht vom Nieselregen gezeichnet erreichten wir am Vormittag
gut gelaunt das Gruner+Jahr Verlagshaus.

Im Eingangsbereich wurden wir mit kleinen Leckereien und
Getränken empfangen.
Wir mussten uns anmelden und erhielten dann unsere Touraufkleber.

Tour B war unsere.


Nachdem wir im Foyer die tolle Dekoration bewundert hatten
(ich musste mich sehr zusammenreissen, um nicht mit
den Luftballons nach Hause zu verschwinden),
wurden wir auch schon für unsere Tour aufgerufen.

Hier sind wir richtig

Als erstes landeten wir im Dossier.
Frau Haaks empfing uns sehr gut gelaunt und
erzählte uns, wie sie und ihr Team die Themen
für ein neues Dossier finden.
Wie es dann umgesetzt wird und auch
was es manchmal für kleine Hindernisse
zu überwinden gibt.
Nicht jeder möchte auf den entsprechenden Bildern
zum Thema zu sehen sein. Da muss man manchmal
auf Fotos zurückgreifen, die zum Thema passen,
aber nicht die Menschen aus dem Artikel zeigen.




Frau Haaks kam mir sehr bekannt vor,
denn ich konnte mich noch ziemlich gut an den Artikel über 
sie und ihren Hund erinnern.
Den hatte sie aus einem Urlaub mitgebracht und
seit dem sind sie ein Herz und eine Seele.
Kann ich als Hundemama ja sehr
gut verstehen.

Weiter ging es in den Teil der Redaktion,
wo die Reiseberichte erstellt werden.
Leider habe ich mich einen Moment zu
lange bei Frau Haaks aufgehalten,
so dass mir der Name der netten
Dame dort jetzt nicht mehr einfällt.


Auch hier erfuhren wir viele interessante
Dinge aus dem Bereich des Reisens.
Wie wird eine Reise geplant, welche Probleme tauchen
manchmal auf, was ging schonmal daneben und
was war am Ende dann doch ganz toll.
Spannend fand ich wirklich,
dass wir Sachen erfuhren, über die ich mir
nie Gedanken gemacht habe, wenn ich die wunderschönen
Bilder in der Brigitte durchblätterte.
Jetzt betrachte ich einen Reisebericht doch nochmal
mit ganz anderen Augen.

Weiter ging es durch die langen Flure
des Verlagshauses in einen der Konferenzräume
mit Blick auf die Landungsbrücken.

Was den Ausblick angeht, würden sicherlich sehr viele
Arbeitnehmer gerne tauschen.
Viele ganz sicher auch ihre Arbeit mit
der in der Brigitte Redaktion.
Eine ältere Damen fragte in der Reiseabteilung nach dem Vortrag
fröhlich nach, ob sie zufällig noch Leute suchen.
Leider nein.

Dann ging es weiter zu Frau Behrens und ihrer Kollegin
vom Brigitte Leserservice.
Bei den beiden Damen landet man, wenn man sich telefonisch,
schriftlich oder per Email bei der Brigitte meldet.
Sie haben für alles ein offenes Ohr und
versuchen zu helfen und alle Fragen zu beantworten.
Sie erzählten, dass es tatsächlich Menschen gibt, die anfragen
ob sie ihnen das Rezept des Zitronenkuchens von 1978
verraten könnten.
Oder ob sie noch das Strickmuster des Pullovers von 1980 hätten.
Leider sind die Brigitteausgaben erst seit 2002 digitalisiert
(ich hoffe ich erinnere mich hier richtig).
Alles, was davor war, ist zwar als Heft im Archiv vorhanden,
aber leider ist nicht jedes Strickmuster und Backrezept einzeln
vermerkt.
Dazu müsste man dann genau wissen, um welche Ausgabe es sich handelt.



Ein paar dieser Schätze aus dem Archiv lagen auf
dem Tisch aus. Beim Durchblättern einiger
Ausgaben fühlte ich mich schlagartig in
meine Kindheit zurückversetzt.
Genauso lagen sie als Dekoration bei meiner
Mutter im Wohnzimmer.
Auch wenn die Fotos auf den oberen Bildern wahrscheinlich Ausgaben zeigen,
die etwas älter sind als ich.
Ich musste mich sehr zusammenreißen, um sie nicht
in meiner großen Handtasche verschwinden zu lassen.
Frau Behrens hatte, nachdem ich ihr von den ertrunkenen
Ausgaben meiner Mutter erzählt hatte, vollstes Verständis,
warf beim Verlassen des Raumes jedoch lachend ein Auge auf
meine große Handtasche.

An der Wand war aus vielen alten Covern ein
Gesamtbild zusammengestellt.
Sollte es das nochmal als Poster zu bestellen
geben, bin ich die erste, die es im frisch gestrichenen Wohnzimmer
aufhängt.
 
Über einen sehr interessanten Außenweg
ging es weiter in die Moderedaktion.


Es war besonders gut zu erkennen,
worum sich die Arbeit dieser Abteilung dreht.
 
Dort wurden wir von Birgit Potzkai empfangen.
Sie erklärte uns anhand von einigen Bildern,
wie ein Fotoshooting geplant, vorbereitet und
durchgeführt wird.
Auch hier gab es wieder sehr lustige Andekdoten
zu dem letzten Shooting. Ich hätte dort
ja noch stundenlang stehen bleiben und
zuhören können, was zur Folge hatte,
das ich mal wieder etwas zu spät am nächsten
Tourpunkt ankam.


Die Bilder der aktuellen Ausgabe wurden
schon im Frühjahr in Indien gemacht.






Gerade als ich dachte, dies ist jetzt das Ende
der Tour, öffnete sich eine neue Tür und dahinter
wurden wir mit einem Tablett Petit Fours empfangen.
Es ging in die Brigitte Küche.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lecker! Lecker! Oberlecker!

Von der Küche ging es direkt ins Fotostudio.
Der für mich interessanteste Raum lag allerings
zwischen Küche und Fotostudio.
Hier befanden sich all die Schalen, Schüsseln, Teller und
sonstigen Requisiten, die man braucht, um ein Essen richtig in
Szene zu setzen.
Diesen Raum hätte ich sehr gerne zu Hause.


Anschließend wurden wir in der Küche mit einem
frisch gemachten grünen Smoothie empfangen.

Die Zeit in der Brigitteredaktion verging viel zu schnell.



Am Ende haben wir noch in der Fotobox ein paar lustige Bilder gemacht
und uns vor der Brigitte ablichten lassen.


Es gab noch ein paar nette Kleinigkeiten
für zu Hause und dann hatten wir beide
eine kleine Auszeit wirklich nötig.
 
Vielen Dank an das Brigitteteam
für den schönen Tag!!
Herzliche Grüße,
Frau Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Chocoversum Hamburg - süßer Sonntag

Hallo Welt ,

ich liebe Schokolade !!!
Ich sterbe für ein gutes Stück Schokolade. 
Mit einem guten Stück meine ich Schokolade, die im Mund zergeht.
Die einen für den Moment alles um sich herum vergessen lässt und 
alle Sinne anspricht.
Der richtige Ort für Erfahrungen dieser Art ist das Chocoversum in Hamburg.
Ein Besuch dort stand schon lange ganz oben auf meiner 
Hamburg-to-do-Liste.
Nun war es endlich soweit. Wir machten uns auf in die Stadt und, was
mich ganz besonders freute: Fräulein Hamburg war endlich mal wieder dabei.
Das Schokoladenmuseum lockte sie dann doch für einen Moment aus ihrem 
" ich bin mitten in der Pubertät und will meine Ruhe " Zustand.
Das Chocoversum befindet sich mitten in der Stadt,
ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs.
Im Inneren befindet sich auch ein Schokoladenladen.
Eigentlich dachte ich bereits alles zu kennen, was in irgendeiner Weise 
mit Schokolade zu tun hat, aber da hatte ich mich getäuscht.
Badeschokolade kannte ich noch nicht.
Schokonudeln kannte ich auch noch nicht.
Der Laden ist wirklich toll. Neben der hauseigenen Marke Hachez,
gibt es unheimlich viele Angebote auch von lokalen Schokoladenanbietern.
Allein der Besuch dieses Ladens ist es wert dort hin zu gehen.
Mit einer Gruppe ging's los durch das Museum .
Eine nette Dame erzählte uns allerhand Wissenswertes 
über den Ursprung der Schokolade :
den Kakao.
Besonders gut gefiel mir, das auch die Kinder immer wieder mit 
einbezogen worden sind.
Am meisten haben wir uns auf das Aromaatelier gefreut.
Hier durften wir unsere eigene Schokolade gestalten .

Jeder bekam ein Schälchen und konnte
die Zutaten für seine Schokolade zusammenstellen .
Dann kam die Schokolade in den Kühlschrank und 
die Führung ging weiter.
Das ganze Museum durchzieht der feine
Duft von Schokolade, geröstetem Kakao und Zucker . 
Sehr schade, das man diesen Geruch hier nicht einbauen kann. 
Ein weiterer Grund, dem Museum unbedingt einen Besuch abzustatten.
Hier eine frisch geröstete Kakaobohne. 
Man kann sie probieren und wird somit auch geschmacklich 
durch den Entstehungsprozess der Schokolade geleitet.
Der Kakao durchläuft dann verschiedene Stationen. 
An jeder darf man probieren und so allmählich schmeckt 
es dann auch wie Schokolade.
In der Conche wird die Schokoladenmasse dann über Stunden gerührt. 
Einmal Vollmilch und auf der anderen Seite Zartbitter.
Das Endergebnis ist dann die fertige Schokolade. 
Ich wusste ja schon immer, warum ich Schokolade liebe, 
aber hier stand es dann nochmal schwarz auf weiß .
Am Ende der Führung bekommt man 
dann seine fertige Schokolade.
Nach dem Besuch hatte ich nur noch Hunger auf ein Fischbrötchen,
aber am nächsten Tag schmeckte auch die Schokolade wieder.

Ich verabschiede mich hiermit erstmal in die Sommerpause .
Wer mehr sehen möchte, der muss mich bei Instagram besuchen.
Dort wird es sicherlich das eine oder andere Bild vom Urlaub geben .

Herzliche Grüße und genießt den Sommer !!
Frau Hamburg